Killerspiele schaffen Arbeitsplätze

kohle 17. März 2009 0

Bei meinem letzten  Zahnarztbesuch bin ich auf einen recht interessanten Bericht auf PI News zum Thema Doppelmoral in der Fachpresse gestoßen. Einerseits beherrscht immer wieder der Schlagzeilen-Journalismus die Titelseite, in der bestimmte Games verteufelt und angeprangert werden, anderseits veranstalten selbige Spezialisten Spieletests und vergeben Bestnoten bis hin zu Kaufempfehlungen.

Da kann man mal wieder sehn, dass bekundete Vorsätze und erzkatholische Moralansichten nur solange Bestand haben, insofern der Kommerz keinen Einzug hält. Mir ist schon klar, dass seriöse Medien, wie in dem Fall der Spiegel, auch irgendwie an Euros gelangen müssen, nur spricht meinem Verständnis nach, eine Moralpredigt auf Seite 1 und gleichzeitig eine Empfehlung auf Seite 195 nicht gerade von wirklicher Seriosität.

Manchmal hege ich sogar den Verdacht, dass insbesondere diese Medien, absichtlich eine Doppelmoral vertreten. Denn eins ist doch klar, für einen Publisher oder Vertrieb ist doch die beste Werbung, wenn ein Titel negativ durch die Presse geht. Ebenso verhält es sich mit einem roten FSK 18 Aufkleber bzw einer Indizierung durch die Bundesprüfstelle. Na wenn das keine Kaufargumente für den Konsumenten sind  und wetten das die Verkaufszahlen eines solchen Titels kurzer Hand steigen?

Daher müsste ich ja eigentlich jetzt daraus Schlussfolgern, dass die Spieleindustrie und die vermeintlichen Moralapostel alle unter einem Hut stecken und im Grunde uns allen nur einen vorgaukeln, um uns zum Konsum zu animieren. So gesehen profitiert die Spieleindustrie von dem ganzen Killerspiele Tobawaho, ergo fließen mehr Gelder in die Entwickler-Studios und für uns Konsumenten springen mehr Spieletitel heraus. Verdammte Axt, jetzt wird mir einiges im Nachhinein klar, Killerspiele schaffen Arbeitsplätze und insbesondere in der heutigen Zeit ist das wichtiger den je.

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